Ölpumpe

Der Ölpreis stieg seit Donnerstag Abend bis Freitag Nachmittag um genau 1,50 Dollar an. Wir berichteten am Freitag über die Gründe, die eigentlich für einen fallenden Ölpreis sprachen. Aber wir zeigten auch auf, dass zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Euphorie im Markt war, dass die OPEC vielleicht noch vor ihrem offiziellen Treffen im Dezember in Wien ihre Fördermengenkürzung ausweiten könne. Wir schrieben aber auch, dass so eine Euphorie schon am Montag wieder verpuffen könnte. Und ja, sie ist verpufft – aber noch schneller, als wir dachten. Schon Freitag Abend ging es bergab, und heute geht es weiter.

Ölpreis fällt

Mit aktuell 52,79 Dollar im WTI-Ölpreis sind wir aktuell genau da, wo die kleine Euphorie-Welle Öl nach oben getrieben hatte ab Donnerstag Nachmittag. Dies ist gut sichtbar im folgenden Chart, der bis letzten Montag zurückreicht. Wie heutige Berichte zeigen, hat China gegen die USA Vergeltungssanktionen in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar gefordert. Es soll um einen Vorgang noch aus der Obama-Zeit gehen. Die Tatsache, dass die Chinesen so einen Fall mit einer eher geringen Summe gerade jetzt rauskramen, zeigt: Man will offenbar Öl ins Feuer gießen. Es ist ja nun wirklich kein Geheimnis, dass man Donald Trump mit so etwas ruck zuck auf die Palme bringen kann – und erst recht, wo Chinas Vize-Premier doch gerade erst im Weißen Haus mit ihm per Hanschlag einen „Deal“ vereinbart hatte.

Ölpreis

Dieser Vorgang bringt aktuell wieder Unsicherheit ins Spiel. Denn die Frage lautet: Wackelt der jüngste Deal jetzt schon wieder, wird Trump ihn gar nicht erst zur Unterzeichnung bringen, wenn die Chinesen ihre alte Forderung nicht wieder in der Versenkung verschwinden lassen? Und der IWF sagt aktuell, dass Chinas BIP nächstes Jahr „nur noch“ mit 5,8% wachsen könnte. Nur noch… ob diese Zahlen überhaupt stimmen, weiß ja niemand. Aber bei den Dimensionen Chinas mit der großen Bevölkerung sind 5,8% statt 6,0% für die globale Konjunktur schon ganz schön bedeutend.

Tendenz im großen Bild

Laut jüngsten Daten der US-Terminmarktaufsicht CFTC haben Spekulanten ihre offenen Short-Positionen (Wetten auf fallenden Ölpreis) zuletzt massiv ausgeweitet. Eine Verdreifachung seit Mitte September! Das zeigt, dass die Terminhändler offenbar an eine weiter fallende Tendenz glauben. Der folgende Chart zeigt das größere Bild, den Verlauf im WTI-Ölpreis seit Dezember 2018. Man sieht eine große Unterstützung bei ganz grob gesagt 51 Dollar. Bis dahin könnte der Markt zügig fallen. Fiele er darunter, wäre sehr viel Platz nach unten – wenn man nur nach der Charttechnik geht. Aber gerade der Ölpreis wird stark von fundamentalen Ereignissen bewegt. Im großen Bild bleibt die Tendenz seit Wochen eher fallend für Öl. Man sieht ja… jede gefühlte kleine Gefahr für die globale Konjunktur und somit die Öl-Nachfrage lässt den Ölpreis sofort negativ reagieren.

Ölpreis

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